30.05.2014 09:18

Ratgeber: Das Kreuz mit dem Kreuz - Sitzen Sie richtig?

Das moderne Leben bringt es mit sich, dass wesentlich mehr gesessen wird, als eigentlich gut für uns ist. Betrachtet man sich die menschliche Anatomie, so ist sie auf Laufen, Gehen und Liegen optimal ausgerichtet. Sitzen ist, wenn überhaupt in unserem „Bauplan“ nur als kurze Tätigkeit, etwa zum Auflauern der Beute, gedacht. Die technische und soziale Entwicklung ist der unserer Evolution mehrere Jahrhunderte, manche Biowissenschaftler sprechen sogar von Jahrtausenden, voraus.

Richtig sitzen am Arbeitsplatz

 

Wenn man ein paar Pfund mehr auf den Rippen hat, merkt man das früher oder später deutlich im Rücken, der sich nach vorne wölbt. Die Hüftgelenke werden dann nicht mehr axial (senkrecht von oben nach unten) belastet, sondern müssen quer verlaufende Kräfte tolerieren, für die sie nicht ausgelegt sind. Zunächst erbost, entwickeln sie mit der Zeit schmerzhafte Veränderungen und Erkrankungen. Um das Sitzen kommen wir aber nun mal nicht herum, was also tun? Ganz einfach: Richtig sitzen.

 

Sitztraining nicht erst beginnen, wenn es zwackt

 

Am Schreibtisch sitzen die meisten Menschen zu hoch. Das liegt daran, dass der Mensch in den letzten hundert Jahren im Schnitt 20 cm größer geworden ist und die Normhöhen unserer Möbel noch nicht angepasst wurden. Bereits in der Schule ist „gerades“ Sitzen von der Seite betrachtet eine leichte Vorbeugung, die sich angewöhnt wird. Meist wird dies dann im Beruf fortgesetzt, oft über Jahre hinweg. So kommt ein sehr großer und vor allem ungleichmäßiger Druck auf die Bandscheiben, der Vorfall derselben ist ein ebenso schmerzhaftes wie meist zwingendes Ereignis, wenn Sie dem nicht vorbeugen.

 

Sicher haben Sie schon vom Aktiven Sitzen gehört. Dabei wird dafür gesorgt, dass Ihre Bauch- und Rückenmuskeln sich freundlichst an der „Arbeit“ Sie in aufrechter Haltung zu stabilisieren beteiligen. Dies wird etwa durch Sitzkeile erreicht oder auch durch Sitzkissen, die bei jeder Bewegung Ihre Muskeln stimulieren. Bandscheiben und Hüften werden so entlastet. Der Pfundskerl erfährt dabei noch einen angenehmen Nebeneffekt: Durch das sanfte aber dauerhafte Training wird die Figur nicht nur straffer, sondern auch die Beweglichkeit wird besser. Entlastete, frei bewegliche Gelenke ermöglichen jene geschmeidige und elegante Bewegung, die man auch bei einem stattlichen Löwen im vollen Lauf beobachten kann, selbst wenn er allein fast so viele Pfunde wie zwei seiner Damen auf die Waage bringt.

Autor:


Tanja Ranzinger




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